Eins der Hauptziele des Prototyps GovData.de ist es, möglichst viele offene Datensätze aus Deutschland in einem Katalog zu vereinigen. Der größte Teil wird dabei automatisch durch so genannte Harvester importiert. In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Übersicht, welche Werkzeuge dabei zum Einsatz gekommen sind, und wie diese sich bewährt haben.
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In Kürze wird der von Fraunhofer FOKUS im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) entwickelte Prototyp des Open-Government-Portals Deutschland online gehen. Ziel des Portals ist es, ebenübergreifend die Datenbestände deutscher öffentlicher Stellen zentral verfügbar zu machen. Zum Start werden bereits eine Vielzahl an Datensätzen verschiedener Fachportale sowie aus mehreren Ländern und Kommunen verfügbar sein.

Bis zum Start – und natürlich auch darüber hinaus – freuen wir uns aber über jeden weiteren Teilnehmer, der seine Daten auf diesem Weg bereitstellt. Alle Datenbereitsteller, die von Anfang an dabei sind, werden im Rahmen des Portals-Starts natürlich besonders hervorgehoben; eine gute Möglichkeit, um auf die eigenen Open-Data-Aktivitäten hinzuweisen. Für eine Teilnahme ist nicht viel erforderlich. Teilnehmer müssen insbesondere nicht bereits über eine Open-Data-Infrastruktur o.ä. verfügen. Sie müssen lediglich verschiedene Informationen zu ihren Datensätze zur Verfügung stellen. Die Übernahme in das Portal übernimmt dann das Projektteam.

Interessierte Kommunen wenden sich am Besten direkt an Fraunhofer FOKUS.

Update am 15.1.2013: Ergänzung um Angabe zur CC-Lizenz des Blog-Artikels:

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Ein Gastbeitrag von Dr. Helene Groß, Referentin im Bundesministerium des Innern und dort zuständig für das Projekt Open Government:

Die Bedingungen, unter denen ein Datensatz genutzt werden kann, werden durch Nutzungsbestimmungen oder Lizenzen festgelegt. Über die mögliche Verwendung von Datensätzen entscheidet dabei der jeweilige Datenbereitsteller. Häufig haben Datensätze jedoch keine, unklare oder uneinheitliche Nutzungsbestimmungen. Dies erschwert die Nutzung: Für den Nutzer ist dann nicht klar ersichtlich, ob und inwieweit er die Daten verwenden darf oder auf welche Weise er Datensätze mit verschiedenen Nutzungsbestimmungen miteinander verknüpfen kann.

Das Projekt Open Government hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Verwendung weniger, einfacher und einheitlicher Nutzungsbestimmungen zu fördern.

Dies soll durch zwei Maßnahmen erreicht werden:

1. Keine Aufnahme in den Datenkatalog ohne eindeutige Nutzungsbestimmungen

Eine entscheidende Voraussetzung für die Aufnahme in den Metadatenkatalog des Open-Government-Portals Deutschland sind eindeutig formulierte Nutzungsbestimmungen. Es muss für alle Datensätze und Dokumente unmissverständlich festgelegt sein, unter welchen Bedingungen diese verwendet werden dürfen. Die Eingabemaske für Metadaten enthält hierzu ein entsprechendes Feld, das zwingend ausgefüllt werden muss.

2. Etablierung einer Standardnutzungsbestimmung

In Zusammenarbeit von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden wurden zwei Kategorien von Nutzungsbestimmungen entwickelt. Diese sollen in der Pilotphase des Portals möglichst breit angewendet werden. Im Zuge dessen soll insbesondere auch die Eignung und Akzeptanz der Nutzungsbestimmungen durch Verwaltung und Nutzer überprüft werden. Für den Start der Pilotphase steht eine vorläufige Version der Nutzungsbestimmungen zur Verfügung:

  • Als Standardnutzungsbestimmung wird die „Datenlizenz Deutschland – Namensnennung“ (TXT oder alternativ PDF / Word) empfohlen.
  • Sofern der Datenbereitsteller die kommerzielle Nutzung ausschließen will, soll die „Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – nicht kommerziell“ verwendet werden (TXT oder alternativ PDF / Word).

Weitere Informationen für Datenbereitsteller zum Thema Nutzungsbestimmungen als TXT– oder alternativ als PDF– und als Word-Version.

Update am 1.2.2013: Aktualisierung der Informationen für Datenbereitsteller als TXT– oder alternativ als PDF– und als Word-Version

 Update am 15.1.2013: Ergänzung um Angabe zur CC-Lizenz des Blog-Artikels:

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Am 7.12. trafen sich rund 20 Open Data begeisterte Entwickler, Aktivisten und Verwaltungsmitarbeiter um den Fortschritt der Open Government Plattform für Deutschland zu begutachten und die weitere Entwicklung mitzugestalten. Zu dem ganztägigen Treffen in Berlin-Charlottenburg hatten das Bundesministerium des Innern und Fraunhofer FOKUS geladen. Ziel der Veranstaltung war es, auch die Community in den Entwicklungsprozess einzubinden.

Nach einer kurzen Einführung in die Architektur der Plattform konnten die Teilnehmer selbst auf ein Live-System zugreifen und sich so ein Bild von den ersten beiden umgesetzten Komponenten verschaffen: Datenkatalog und Bibliothek. Im Hauptteil konzentrierten sich sie versammelten Open Data-Enthusiasten in getrennten Gruppen auf ausgewählteThemen, wobei jeweils die verantwortlichen FOKUS-Entwickler mit den passenden externen Experten diskutierten.

Beim Thema Suchfunktion herrschte Einigkeit darüber, dass ein einfaches Suchfeld plus Filter angemessen ist. Suchterme sollte unbedingt mit UND statt mit ODER verknüpft werden; alternativ könnte nach Relevanz sortiert werden, wodurch UND-Treffen automatisch weiter oben stehen. Unterkategorien sollten nicht wie geplant hierarchisch, sondern eher wie Schlagwörter dargestellt werden.

Vorschau auf den PrototypenHinsichtlich der Kennzeichnung von Lizenzen bzw. der Nutzungsbestimmungen betonte die Community die Wichtigkeit einer deutlichen Kennzeichnung von freien Datensätzen, also solchen, die höchstens die Nennung der Quelle vorschreiben (attribution), d.h. insbesondere nicht geldleistungspflichtig sind kommerziell genutzt werden können. Datensätze, auf die das nicht zutrifft, müssten zuverlässig als “eingeschränkt” bezeichnet werden. Ob die Einschränkung konkret in einer Zahlungspflicht, Nutzungsbeschränkung oder etwas anderem bestehe, sei dagegen zweitrangig; d.h. möglichst genaue Angaben seien hier zwar hilfreich, können aber im Zweifelsfall dem Interessierten zur Recherche überlassen werden. Darüber hinaus müssen weitere Lizenzen in Metadaten-Struktur aufgenommen werden, z.B. die Geo-Lizenzen und die Public Domain Dedication License.

Im Bereich Social Media wurde festgestellt:

  • Es soll ein Hilfeforum je Zielgruppe entstehen (Datenbereitsteller, Entwickler, Bürger)
  • Eine Netiquette ist nötig, um klare Richtlinien für das nachträgliche Moderieren von Kommentaren und Forumsbeiträgen vorzugeben.
  • Beliebige Suchanfragen sollten einfach als RSS-Feed abonnierbar sein.
  • Die Zugriffsstatistik der Plattform sollte als Datensatz verfügbar sein.

In der Harvesting-Gruppe wurde vor allem Wissenswertes zwischen den Geodaten-Experten Hr. Weichand von opendata.bayern.de und Hr. Seiler vom BKG und den CKAN-Experten bei FOKUS ausgetauscht. Es stellte sich heraus, dass ein automatischer Import der ISO19115-Metadaten in ein Open Data-Portal häufig nicht möglich ist bzw. den Umfang des Prototypen sprengt, da zentrale Angaben wie die veröffentlichende Stelle oder die Lizenz bundesweit nicht einheitlich kodiert werden. Hier soll zunächst das erschlossen werden, was mit wenig Aufwand entdeckt werden kann, und der Import später durch Hinweise von Datenbereitstellern und Geodatenexperten verfeinert werden.

Ein Penetration Testing im engeren Sinne konnte natürlich während des Workshops nicht durchgeführt werden. Dennoch wurden verschiedene angemessen Maßnahmen zur Absicherung diskutiert, insbesondere die Möglichkeit des Auditings durch einen Dienstleister.

Community WorskshopIm abschließenden Plenum gaben die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse wieder. Zudem wurden umfassendere Themen diskutiert. Dabei kristallisierte sich heraus, dass für einen langfristigen Erfolg der Open Government Plattform für Deutschland neben der Umsetzung von Funktionalität zwei weitere Aspekte entscheidend sind: Erstens benötigt das Thema kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und Community-Management; es wird nicht ausreichen, das Portal bereitzustellen, vielmehr muss ein redaktionelles Team Open Data in Deutschland vorantreiben. Zweitens müssen mehr Datenquellen erschlossen werden. Die bisher involvierten Bereitsteller demonstrieren zwar die Funktionen der Plattform, für ein erfolgreiches Open Government Data Portal müssten jedoch noch deutlich mehr Institutionen und Gebietskörperschaften offene Daten beisteuern.

Insgesamt bescheinigten die Teilnehmer dem Projekt einen guten Fortschritt und sehen einem weiteren Workshop und dem Launch Anfang 2013 positiv entgegen. Beteiligen auch Sie sich per Mailingliste an der Entwicklung.

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Am 10.12.2012 kam der Unterausschuss Neue Medien zusammen um die Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich Open Data zu diskutieren. Dabei ging es vor allem um die Open Government Data Plattform, die Hauptthema dieses Blogs ist.

Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, IT- Beauftragte der Bundesregierung,  gab detaillierte Auskunft zu den Sachfragen rund um Open Data sowie zu den Ergebnissen der Open Government Data Studie Deutschland, die FOKUS gemeinsam mit dem Lorenz von Stein Institut und Partnerschaften Deutschland angefertigt hat. Außerdem verkündete Sie den offiziellen Zeitplan:

  • Februar 2013: der Prototyp der Open Government Plattform für Detuschland geht online
  • CeBIT 2013: offizielle Vorstellung des Prototypen
  • bis Ende 2014: Pilotbetrieb, Evaluierung und Vorbereitung des Wirkbetriebs
  • ab Anfang 2015: Wirkbetrieb

Als Experten waren die Informationsfreiheitsbeauftragten Berlins, Alexander Dix, und und des Bundes, Peter Schaar, geladen (gleichzeitig Datenschutzbeauftragte). Sie äußerten sich sehr positiv zum Projekt Open Government Data und sprachen sich für eine verpflichtende Veröffentlichung von staatlichen Daten als Regelfall aus. Die Staatsekretärin verwies dagegen auf eine aus ihrer Sicht größere Wirkung einer freiwilligen Mitarbeit der Verwaltung.

Auch meines Erachtens ist den Zielen von Open Data mit Freiwilligkeit besser gedient. Ein einfühlsames Überzeugen und das Bewerben derjenigen Behörden, die aus freien Stücken zu Open Data beitragen, führt in meinen Augen gegenüber Zwang zu einem besseren Open Data-Angebot, also zu mehr Transparenz, Innovation und Effizienz.

Offen blieb die Frage, ob zukünftig auch sämtliche Dokumente der Gesetzgebung und Rechtsprechung als Offene Daten zugänglich sein sollten. Das Projekt Open Government Plattform für Deutschland markiert also erst den Anfang eines nötigen Paradigmenwechsels.

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Die Open Government Plattform für Deutschland (OGPD) ist ein Erschließungsportal für elektronisches Material der öffentlichen Verwaltung, insbesondere Daten, aber auch Dokumente und Applikationen. Sie bündelt dezentral gepflegte Dateien in einer übersichtlichen Oberfläche und ermöglicht Bürgern im Allgemeinen und Entwicklern, Datenjournalisten, Verwaltungen und Unternehmen im Speziellen einen zentralen Zugangspunkt. Außerdem bietet sie den Nutzern einen kommunikativen Rückkanal zu den Datenbereitstellern in den Behörden.

Um diese Zwecke zu erfüllen, umfasst die Plattform zwei Kernkomponenten: ein Content Management System (CMS) und einen Datenkatalog. Das CMS sorgt für die Verwaltung redaktioneller Inhalte wie Informationsseiten, Linksammlung, Neuigkeiten, Möglichkeiten zur Kommentierung und Bewertungen durch Nutzer und unterstützt eine integrierte Darstellung des Datenkatalogs. Im Katalog dagegen werden die Metadaten, die die Daten, Dokumente und Applikationen beschreiben, gehalten, die wiederum auf dezentrale Datenangebote (online verfügbare Dateien oder Dienste) verweisen.

Dieses Architektur-Muster findet sich in vergleichbaren Portalen wieder. Unterschiede ergeben sich vor allem in der Wahl der Software-Produkte für diese Komponenten und in der Art und Weise, wie diese miteinander interagieren. Zur Wahl von Liferay als CMS und CKAN als Datenkatalog sei auf die OGPD-Studie verwiesen. Hier soll nur erklärt werden, wie diese zusammenwirken und von den Akteuren (beispielsweise Nutzer oder Redakteur) der Plattform genutzt werden können.

Im Kern steht das CMS Liferay, das den Großteil der Funktionalität als sogenannte Portlets in einer Weboberfläche bereitstellt. Redaktionelle Inhalte wie Artikel und Blog-Post werden direkt hier erstellt. Die Inhalte des Datenkatalogs werden über Suchmasken und Ergebnislisten eingeblendet. Datenbereitsteller können über ein Webformular neue Datensätze registrieren oder bestehende aktualisieren.

Zusätzlich zum Abfragen/Bearbeiten via CMS kann der Datenkatalog direkt über eine REST-Schnittstelle angesprochen werden. Mit dieser können Datenbereitsteller automatisiert aus ihren Datenbeständen in die OGPD veröffentlichen.

Für solche Datenbereitsteller, die bereits selber eine Datenkatalog aufgesetzt haben und anbieten, ist die Harvesting-Komponente vorgesehen. Diese ermöglicht es, bestehende Kataloge zu “ernten”, also deren Inhalte zu importieren und dabei nach Relevanz zu filtern und auf die Metadaten-Strukturen in der OGPD zu transformieren. Für die OGPD werden derzeit per INSPIRE-CSW bzw, CKAN-API die Kataloge der Geodaten-Infrastruktur, PortalU, destatis, Berlin, Bremen und Hamburg ausgelesen. Mit Blick auf die Open-Data-Kriterien werden dabei nur solche Datenangebote berücksichtigt, die eine elektronische Ressource, Beschreibung und eine wohldefinierte Lizenz haben.

Für die Nutzer ist die Weboberfläche der wichtigste Zugang zur OGPD. Hier können redaktionelle, Daten und Community-Inhalte durchsucht werden. Die Nutzer erhalten über die OGPD direkten Zugang zu online verfügbaren Datenangeboten. Zugleich können diese kommentiert und bewertet werden.

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Eine der wichtigsten Eigenschaften offener Daten ist der leichte Zugang zu ihnen. Datenjournalisten und Anwendungsentwickler können Daten schneller und besser erschließen, wenn diese in zentralen Portalen auffindbar sind. Da eine zentrale Datenhaltung über Verwaltungs- und Domänengrenzen hinweg aus verschiedenen Gründen kaum umsetzbar ist (heterogene Daten, verteilte Kompetenz, Interessenskonflikte, etc.) und auch wenig sinnvoll ist, wird in der Regel eine dezentrale Datenhaltung mit einem zentralen Metadatenportal genutzt. An prominenter Stelle – etwa daten.berlin.de – werden Informationen zu und Verweise auf die Daten der Datenbereitsteller gesammelt und präsentiert – in Berlin beispielsweise die verschiedener Senatsverwaltungen, der Stadtreinigung und der Verkehrsbetriebe.

Was aber wird neben Name, Beschreibung und Autor in den Metadaten offener Datensätze festgehalten? Diese Frage stellt sich beim Erfassen der Metadaten als auch beim automatischen Austausch von Metadatensätzen, dem sogenannten Harvesting. Nur wenn Struktur und Bedeutung ausreichend einheitlich oder selbsterklärend sind, lässt sich ein zentrales Portal, hier für Deutschland, realisieren, das verschiedene Datenangebote und die Inhalte bestehender Datenkataloge vereinigt.

Einheitliche Metadaten werden in vielen Domänen mit unterschiedlichen Ansätzen und Prioritäten adressiert, beispielsweise für Umweltdaten oder bibliographische Daten (vgl. OpenGov-Studie Abschnitt Metadaten). Für Open Data hat es sich in Europa und Amerika bewährt, die Metadaten-Strukturen von CKAN (Comprehensive Knowledge Archive Network) der OKFN zu nutzen. CKAN ist für Open Data der de-facto-Standard für Datenkatalogsoftware.

CKAN tauscht Metadaten im JSON-Format aus. Das einzige Pflichtfeld ist der Name, der zugleich für Nutzer lesbar und URL-freundlich sein sollte, alle anderen Felder sind optional. Zu den Kernfeldern zählen Titel, Beschreibung, Ressourcen (also Datendateien oder -dienste), Lizenz und Ansprechpartner. Weitere Angaben können als JSON-Wörterbuch, d.h. als verschachtelte Schlüssel-Wert-Paare abgelegt werden. Diese Konzentration auf das Wesentliche zusammen mit der großen Flexibilität dürften der Grund für die Verbreitung dieses Metadatenmodells sein.

Im Lauf der Entwicklung von Open Data vor allem in Berlin und Deutschland zeichnete sich jedoch der Wunsch nach mehr Verbindlichkeit ab: Viele Datenbereitsteller und Entwickler wollten festgelegt haben, wo welche Information in welcher Form steht. Um einerseits den minimalen, flexiblen Charakter von CKAN und JSON zu erhalten und gleichzeitig eindeutig festzulegen, wie die Metadaten für OGPD aussehen sollen, entwickeln wir das JSON-Schema für Open Government Data (OGD).

Die OGD-Metadaten-Struktur wird auf github.com gepflegt. Sie ist nicht nur als Werkzeug gedacht, um valide Metadaten bestimmen zu können, sondern vielmehr als Kommunikationsmittel für Interessierte wie öffentliche Entscheider, Datenbereitsteller, Entwickler und andere Open-Data-Initiativen im deutschsprachigen Raum. Diesen Zwecken dient auch die frühzeitige Veröffentlichung im Beta-Stadium und die öffentlich nachvollziehbare Entwicklung auf github.com.

Die Metadaten-Struktur, die sowohl die Beschreibung von Datensätzen (inkl. von Datendiensten), von Dokumenten und von Applikationen unterstützt, ist wie folgt aufgebaut: Die wichtigsten Eigenschaften werden auf oberster Ebene abgelegt. Dazu gehören: Titel, Bezeichner, Beschreibung, Verantwortliche und Nutzungsbestimmungen. Weiterhin essenziell ist die Liste der Ressourcen, also die eigentlichen Daten, Dokumente oder Applikationen. Wichtigste Eigenschaft jeder Ressource ist wiederum deren URL. Außerdem können je Ressource  Beschreibung und Format vermerkt werden. Dieser Aufbau ermöglicht es beispielsweise, inhaltlich zusammengehörende Dateien als einen Datensatz zu erfassen, für gegebenenfalls verschiedene Zeitabschnitte, in verschiedenen Sprachen oder Formaten. Innerhalb des Bereichs “Extras” werden alle weiteren Angaben gespeichert. Dazu gehören vor allem die zeitliche und räumliche Einordnung, sowie die Angaben zur Herkunft bei importierten Einträgen.

Auf github.com finden sich neben dem Schema auch eine tabellarische HTML-Darstellung sowie Listen der zu verwendenden Kategorien und Lizenzen. Wir freuen uns auf Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Fragen.

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Am 25. September 2012 trafen sich Vertreter aus Bayern, Bremen, Berlin, Baden-Württemberg und Hamburg als auch vom PortalU und von GDI-DE an unserem Institut Fraunhofer FOKUS in Berlin, um mit uns über die Metadaten-Struktur für OGDP zu diskutieren. Zudem wurde besprochen, wie bestehende Datenangebote in die OGDP überführt werden können.

Unter Harvesting versteht man das Zusammenführen von Metadaten aus verschiedenen Katalogen. Im Rahmen der OGPD werden die Metadaten der genannten Workshop-Teilnehmer sowie von DESTATIS geharvestet, insoweit sie den Minimalkriterien für Open Data entsprechen: Es werden nur solche Datensätze, Dokumente oder Applikationen übernommen, die eine frei zugängliche elektronische Ressource, eine Beschreibung und eine wohl definierte Lizenz haben.

Dazu habe ich die vorgeschlagene Metadatenstruktur erläutert. Sie wurde insbesondere bzgl. eindeutiger Bezeichner zur eindeutigen Rückverfolgung der Herkunft und zur Erkennung von Dubletten, des Umgangs mit Kontaktangaben, der Erkennung offener Lizenzen als auch der geographischen Abdeckung nachjustiert. Zudem wurden die Hauptkategorien zur Einordnung der Datensätze, Dokumente und Applikationen diskutiert und in die folgenden 14 Hauptkategorien zusammengefasst:

  • Wirtschaft und Arbeit
  • Transport und Verkehr
  • Umwelt und Klima
  • Geographie, Geologie und Geobasisdaten
  • Gesundheit
  • Verbraucherschutz
  • Infrastruktur, Bauen und Wohnen
  • Bildung und Wissenschaft
  • Öffentliche Verwaltung, Haushalt und Steuern
  • Gesetze und Justiz
  • Soziales
  • Kultur, Freizeit, Sport und Tourismus
  • Bevölkerung
  • Politik und Wahlen

Diese Hauptkategorien dienen der prinzipiellen Einordnung und werden um spezifische, beispielsweise fachspezifische, Unterkategorien ergänzt. Für das Harvesten werden bestehende Kategorisierungen wie beispielsweise in INSPIRE oder EVAS auf diese 14 Kategorien abgebildet.

Nach Klärung der Metadaten-Struktur als Zielstruktur für bereitzustellende Daten, Dokumente und Applikationen wurden verschiedene Wege zur Bereitstellung/Aufbereitung der Bestände im OGPD besprochen. Im Ergebnis werden vier verschiedene Wege realisiert und angeboten werden:

  • Passives Bereitstellen per CSW, das beispielsweise für den Geodatenkatalog und  PortalU angewendet wird
  • Passives Bereitstellen per CKAN/JSON, was beispielsweise bei Berlin, Hamburg und Bremen genutzt wird
  • Aktives Bereitstellen per CKAN-API, was beispielsweise von Bayern genutzt werden wird
  • Manuelles Eintragen per Formular, das beispielsweise vom Bundesministerium der Finanzen für die Haushaltsdaten genutzt werden wird

Das Hauptergebnis unseres Harvesting-Workshops ist sicher die überarbeitete Metadaten-Struktur, die nun unter https://github.com/fraunhoferfokus/ogd-metadata, Kurzlink: http://s.fhg.de/ogd-metadata verfügbar ist.

Das Führen der Metadaten-Struktur für OGPD auf GitHub erlaubt eine transparente, kooperative Pflege durch Versionskontrolle. Änderungswünsche können veröffentlicht werden, die Historie der Metadaten-Struktur wird dokumentiert und der aktuelle Stand ist jederzeit sichtbar.

Gerade haben Florian Marienfeld und Thomas Scheel noch eine HTML-Darstellung des JSON-Schemas der Metadaten-Struktur für OGPD aufgenommen, die die Metadaten-Struktur lesbarer und einfacher verständlich macht: http://htmlpreview.github.com/?https://github.com/fraunhoferfokus/ogd-metadata/blob/master/OGPD_JSON_Schema.html, Kurzlink: http://s.fhg.de/ogd-metadata-html

Wir freuen uns auf Eure Hinweise und Vorschläge zur Metadaten-Struktur und/oder zum Harvesten – gerne direkt unter GitHub, aber ebenso gerne hier.

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